Der Mond ist aufgegangen

Text: Matthias Claudius
Musik: Johan Abraham Peter Schulz


Der Mond ist aufgegangen,
Die goldnen Sternlein prangen

Am Himmel hell und klar
Der Wald steht schwarz und schweiget

Und aus den Wiesen steiget

Der weiße Nebel wunderbar



Wie ist die Welt so stille
Und in der Dämmrung Hülle

So traulich und so hold!

Als eine stille Kammer,
Wo ihr des Tages Jammer

Verschlafen und vergessen sollt



Seht ihr den Mond dort stehen?

Er ist nur halb zu sehen

Und ist doch rund und schön!

So sind wohl manche Sachen,
Die wir getrost belachen,

Weil unsre Augen sie nicht sehn